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REISETIP:
Weiße Nächte in Sankt Petersburg
Jedes Jahr erlebt Sankt Petersburg ein einzigartiges
Phänomen: die Weissen Nächte!
Weiße Nächte in Sankt Petersburg
Jedes Jahr erlebt Sankt Petersburg ein einzigartiges
Phänomen: die Weissen Nächte!

In den Sommermonaten geht die Sonne nicht mehr richtig unter. Kurz vor Mitternacht beginnt es in St. Petersburg zu dämmern und die Stadt wird in ein silbernes weisses Licht getaucht. Aus diesem Grund wurde das Naturschauspiel als 'Weiße Nächte' bezeichnet. Die Dämmerung hält etwa fünfeinhalb Stunden an. Schon ab vier Uhr morgens besitzt die Sonne ihre volle Strahlkraft wieder. Man kann dieses Wunder der Natur am besten im Juni/Juli bewundern und das Phänomen zieht Tausende von Touristen an.
St. Petersburg ist eine romantische Stadt, nicht umsonst wird sie Venedig des Nordens genannt. Tausende Touristen werden vom Zauber der goldenen Kuppeln der Zarenstadt angezogen und vom magisches Licht dieser Stadt verzaubert. Die prachtvolle Stadt an der Newa bietet seinen Besuchern zu dieser Zeit viele Attraktionen und Veranstaltungen: Es wird gefeiert, getanzt, gesungen, gelacht und getrunken. Viele Menschen versammeln sich an den Newa-Ufern. Das einzigartige Panorama und die Stimmung zieht Touristen und Einheimische gleichermaßen an. Selbst im August spürt man noch die "Weißen Nächte", denn die Tage sind noch wesentlich länger als bei uns. So ist es selbst Anfang August noch um 24 Uhr nicht vollständig dunkel.
Die Weissen Nächte dauern ungefähr zwei Wochen, von Ende Juni bis Anfang/Mitte Juli. Besonders gerne wird der Newski Prospekt während der 'Weißen Nachtfesttage' besucht. Von hier spaziert man zum Ufer und kann beobachten, wie sich die Brücken an der Newa öffnen, viele Boote befahren den Fluss und die Kanäle und Feuerwerke werden gezündet. Weiße Nachtfeiern werden auch in anderem nördlichen Gegenden Russlands gefeiert. Doch nirgendwo ist es so schön wie in Sankt Petersburg. Feuerwerke gibt ers auch in Peterhof, einer Zarenresidenz unweit von St. Petersburg, die als Stadt der Springbrunnen bekannt ist.
Sankt Petersburg hat aber auch tagsüber viel zu bieten. Die Stadt ist berühmt für ihre besondere Architektur, und ein Besuch der Zarenresidenz Zarskoje Selo ist ein Muss für jeden Petersburg-Besucher. In dem prachtvollen barocken „Katharinenpalast" mit den fünf goldenen Kuppeln der Palastkirche befindet sich auch das nach über 20-jähriger Rekonstruktion 2003 wieder eröffnete legendäre „Bernsteinzimmer'. In der Sommerresidenz Pauls I. in Pawlowsk, diesem hufeisenförmigen Großen Palast bewundert man die klassizistisch ausgestatteten Paradesäle und Privatgemächer Pauls I. und seiner Frau, Maria Fjodorowna und spaziert man durch vom Italiener Gonzaga angelegten Landschaftspark, dem mit 600 ha Fläche größten seiner Art in Europa.
Auch die Isaaks Kathedrale, eines der Wahrzeichen der Stadt, ist ein Besuch wert. Der drittgrößte sakrale Kuppelbau der Welt gehört zu den prachtvollsten Bauwerken St. Petersburgs des 19. Jh. Für den Bau mussten 24000 Baumpfähle in den sumpfigen Boden gerammt werden. Das Innere der Kirche ist mit unterschiedlichsten Marmorarten, Edel- und Halbedelsteinen, Mosaiken und Gemälden üppig ausgeschmückt.
Bei schönem Wetter kann man vom Turm in 43 Meter Höhe einen fantastischer Rundblick auf die Stadt genießen. Auch ein Ausflug nach Peterhof kann jedem Petersburg-Besucher nur empfohlen werden. An der Südseite des Finnischen Meerbusens, etwa 30 km von Sankt Petersburg entfernt, ließ Peter I. von 1714 an die Sommerresidenz, das „russische Versailles", errichten. Unter Katharina der Großen wurde der „Große Palast" von Rastrelli Mitte des 18. Jh. erweitert. Spaziergang durch die barocken Parkanlagen mit zahlreichen Fontänen, Springbrunnen, Pavillons und kleinen Palästen. Überwältigend ist der Blick von der Palastterrasse auf die Große Kaskade, ein treppenförmig angelegtes Wasserkunstwerk, und auf den Meereskanal zum Finnischen Meerbusen. Das vor über 250 Jahren konstruierte Wassersystem funktioniert heute noch ohne Stauanlagen und Pumpen, allein durch Nutzung des Gefälles. Und nicht zu vergessen: Die Eremitage, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Nur ein Teil der fast 3 Mio. Exponaten umfassenden Sammlungen ist in den 400 Räumen. Und das ganze begleitet vom zauberhaften Licht der Weissen Nächte.


